Freiwillige Feuerwehr Merkers

 

 

 

Südthüringer Zeitung vom 07.03.2014

 

 

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Die Stichleitung auf dem Gelände des Müllumschlagplatzes garantiert, dass die Feuerwehr im Einsatzfall sofort immer genügend Löschwasser aus der Werra zur Verfügung hat. Foto: Heiko Matz

 

Müllumschlagplatz in Dorndorf brannte erneut

Am Donnerstag um 5.26 Uhr wurde Alarm ausgelöst. Auf dem Müllumladeplatz in Dorndorf brannte es. Um 8 Uhr war der Brand gelöscht.

 
Dorndorf – Die Radiomeldung von einem Großbrand auf dem Müllumschlagplatz erschreckte am frühen Donnerstagmorgen die Dorndorfer. Die Bürger wurden aufgefordert, Türen und Fenster geschlossen zu halten. Tatsächlich hat es laut Aussage der Pressestelle des Landratsamtes auf einer sehr begrenzten Fläche des Müllumschlagplatzes gebrannt. Für die Bürger habe zu keinem Zeitpunkt Gefahr bestanden, betonte Sandra Blume, Pressesprecherin des Landratsamtes
Wartburgkreis.

Im Einsatz in Dorndorf waren laut Blume die Einsatzkräfte des Kreises und die Wehren aus Dorndorf, Dietlas, Merkers und Kieselbach mit sechs Fahrzeugen und 28 Einsatzkräften. Der Brand habe relativ schnell gelöscht werden können. Die Einsatzleitkräfte des Kreises seien bereits um 7.47 Uhr zurück im Amt gewesen.

Auch Andreas Hermann, Ortsbrandmeister von Dorndorf, der am Donnerstag die Einsatzleitung hatte, spricht von einem begrenzten Brand, der relativ schnell bekämpft werden konnte. Der Rauch sei kerzengerade in die Luft gestiegen. Eine Beeinträchtigung der Anwohner habe es wohl kaum gegeben. Die Dorndorfer Feuerwehr sei um 8 Uhr vom Einsatz zurück und bereits um 8.30 Uhr wieder einsatzbereit gewesen.

Der Müllumschlagplatz in Dorndorf brennt immer wieder. In diesem Jahr mussten die Einsatzkräfte der Feuerwehr bereits zweimal zum Recycling Park Dorndorf (RPD) ausrücken. Im vergangenen Jahr wurde die Feuerwehr zu drei Bränden auf den Müllumschlagplatz gerufen. Auch die Polizei war am Donnerstag wieder vor Ort. Es wird von Selbstentzündung als Brandursache ausgegangen.

Der Geschäftsführer des Recyling Parks Dorndorf, Hans-Georg Limburg, ist sauer wegen der Meldung. Von einem Großbrand könne überhaupt keine Rede sein, im Gegenteil, es sei ein kleiner Brand in einem Müllhaufen gewesen. „Eine Stichflamme und das wars“, so Limburg. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr seien bereits vom Hof gewesen, als der Brand im Radio gemeldet wurde.

Sauer ist Limburg auch, weil seine Firma in den vergangenen Jahren rund 250 000 Euro in den Brandschutz investiert habe. Geschaffen wurde ein Durchstich zur Werra. Damit stehe eine eigenen Löschwasserleitung zur Verfügung. Eine Stichleitung mit sechs Zapfstellen garantiere, dass die Feuerwehr schnell einsatzbereit ist. Ein eigenes Regewasserüberlaufbecken wurde gebaut und ein extra Löschwasserauffangbecken stehe zur Verfügung, damit das kontaminierte Löschwasser nicht in den Boden oder die Werra gelange.

Limburg ist davon überzeugt, dass seine Firma alle Brandschutzvorschriften gewissenhaft einhalte. „Ansonsten würde die Firma schon lange nicht mehr existieren.“ „Wir halten die Abstandsflächen zwischen den Halden und zum Außenbereich ein.“ Der Müllumschlagplatz werde seit kurzer Zeit rund um die Uhr videoüberwacht. Bei der kleinsten Rauchentwicklung
würden die Mitarbeiter informiert.

Trotzdem könne niemand ausschließen, dass sich die großen Müllhaufen selbst entzünden. Hier
werde der Müll zwischengelagert, teilweise Wertstoffe aussortiert, bevor er in die Müllverbrennungsanlagen vorwiegend nach Heringen und Zella-Mehlis abtransportiert werden könne. Die Müllverbrennungsanlagen könnten bestimmte Spitzenzeiten nicht verkraften. Deshalb seien solche Zwischenlager notwendig, erklärt Limburg.

Den Vorwurf, dass die Brände auf Kosten der Steuerzahler bekämpft würden, entkräftet Limburg sofort. „Für jeden Feuerwehreinsatz erhalten wir von der Gemeinde eine Rechnung.“ Die Schläuche der Feuerwehr, die zum Einsatz kamen, würden von seiner Firma gereinigt. Doreen Stauche, Beauftragte der Krayenberggemeinde, bestätigt, dass die Gemeinde dem Recyclinghof
nach jedem Brand die Kosten für den Feuerwehreinsatz in Rechnung stelle.

Ortsbrandmeister Hermann ist sich nicht sicher, ob diese Art von Bränden überhaupt verhindert werden könnte. Es werde wohl immer wieder zur Selbstentzündung dieser Müllberge kommen. Er bescheinigt der Firma eine hohe Kooperationsbereitschaft. Sobald es brenne, seien die Mitarbeiter vor Ort. „Ohne die Baggerfahrer wären wir manchmal aufgeschmissen“, so Hermann.

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