Freiwillige Feuerwehr Merkers

 

 

 

Südthüringer Zeitung vom 07.07.2015

 

 

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Der Tornado entwurzelte diese rund zehn Meter hohe Edeltanne in Dorndorf, drehte den Baum um 90 Grad und warf ihn in den Garten. Fotos: St. Sachs

 

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Unwetter hinterlässt Spur der Zerstörung

Ein schweres Gewitter mit Starkregen, Sturm und Hagel tobte am Sonntagabend über Teilen des Wartburgkreises. 54-mal war die Feuerwehr im Einsatz. Bäume stürzten um,
Häuser wurden beschädigt.

Bad Salzungen – Die Abkühlung am Ende des Hitze-Wochenendes kam mit viel Getöse. Aus westlicher Richtung näherte sich am Sonntagabend ein Gewitter. In Dorndorf zum Beispiel konnte man nach 20 Uhr beobachten, wie sich der Himmel graugelblich färbte. Blitze zuckten, Donner grollte, der Wind frischte auf, Regen prasselte herab.

Aus dem zunächst ganz normalen Gewitter entwickelte sich ein Unwetter: Gegen 20.40 Uhr nahmen Sturm und Regen plötzlich um ein Vielfaches zu, auch Hagelkörner fielen. Deutlich zu beobachten war, wie der Wind Wirbel bildete. Zahlreiche Bäume wurden entwurzelt oder abgeknickt, Dächer an Wohnhäusern und Nebengebäuden beschädigt. Gewächshäuser und kleinere Gartengerätehäuser faltete der Sturm wie Papiermodelle zusammen.

Auf einer Schneise, vielleicht 100 bis 200 Meter breit, hinterließ der lokale Tornado seine Spur der Zerstörungen. Die Feuerwehren von Dorndorf, Dietlas und Merkers mussten unter anderem drei auf die Straße gefallene Bäume beseitigen und Hilfe bei drei abgedeckten Dächern leisten, teilte die Leitstelle des Wartburgkreises mit. In anderen Fällen halfen sich Familienangehörige und Nachbarn gegenseitig, um die gröbsten Schäden zu beseitigen.

Ein Plan zur Beseitigung der noch vorhandenen Schäden wurde am Montagmorgen in der Verwaltung der Krayenberggemeinde in Dorndorf erarbeitet. Wie der Beigeordnete der Gemeinde, MdL Manfred Grob (CDU), bestätigte, wurde gemeinsam mit dem Bauhof und den Wehren am Montagmorgen besprochen, welche Schäden zuerst beseitigt werden müssen.

Eine private Wetterstation in Dorndorf maß während des Unwetters, welches keine halbe Stunde dauerte, eine Regenmenge von 19,8 Liter pro Quadratmeter. In der Nacht von Sonntag auf Montag fielen insgesamt 26,8 Liter pro Quadratmeter Regen. Der Windmesser der Station überstand des Unwetter nicht, daher liegen hierfür keine Messergebnisse vor.

Viele Notrufe In der Rettungsleitstelle des Wartburgkreises gingen viele Notrufe ein. Über 50 Einsätze wurden am Sonntag registriert. In Geisa musste die Feuerwehr mit zehn Mann ausrücken, um einen großen Ast von der Fahrbahn zu räumen. Auch in Oberzella blockierten Bäume die Straße. Die Wehren aus Vacha und Oberzella waren mit neun beziehungsweise sechs Kameraden vor Ort. Das gleiche Spiel auf der B 62 Vacha-Dorndorf, in Stadtlengsfeld,Weilar, in Tiefenort, Barchfeld, Immelborn, Oberrohn und auf der B 285 bei Dermbach.

In Stadtlengsfeld war zudem Wasser in einen Keller gelaufen, außerdem löste der Sturm einzelne Dachziegel. Die Kieselbacher Kameraden befreiten ein Auto von einem umgestürzten Baum. Die Tiefenorter Feuerwehr beräumte die Straße zwischen Hämbach und Stadtlengsfeld sowie in den Ortslagen Hämbach und Tiefenort. Dazu war auch die Feuerwehr Unterrohn mit sechs Kameraden ausgerückt. Die Kameraden aus Möhra, Etterwinden und Waldfisch wurden ebenfalls wegen umgestürzter Bäume alarmiert.

Zwischen Merkers und Hämbach räumte die Feuerwehr Merkers auf. Das Unwetter sorgte auch in Bad Salzungen und Leimbach für umstürzende Bäume. Sechsmal mussten die Wehren ausrücken. In Wildprechtroda war ein Baum auf eine Garage gekracht, ein weiterer landete in einer Stromleitung. Die Feuerwehren Kaltenborn und Bad Salzungen beseitigten die Schäden.

Zwischen Marksuhl und Ettenhausen lag ein Baum im Gleisbett. Die Wehren aus Marksuhl und Ettenhausen rückten aus. Am schwersten betroffen vom Unwetter war die Gemeinde Mihla im Nordkreis. Wie die Eisenacher Polizei mitteilte, hatten Sturmböen am Sonntagabend mehrere Dächer am Karl-Marx-Platz, in der Straße Am Bach und im Honiggraben abgedeckt. Die Dachteile wurden umhergeschleudert und beschädigten vier geparkte Fahrzeuge. Den entstandenen Sachschaden schätzte die Polizei auf knapp 60 000 Euro. sach/mö/we

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